Morgens um vier auf dem Berggipfel

Zuhörer, die sich zwischen den Instrumentengruppen bewegen, die auf Sitzsäcken herumlümmeln und Bier trinken oder über das Programm abstimmen. Ensembles in verschiedenen Zimmern, durch die das Publikum wandert. Lichteffekte und Videoinstallationen zu Streichquartetten, ein Publikum auf Gymnastikmatten oder Musik im Dunkeln: Es ist einiges in Bewegung geraten in den Konzertsälen dieser Welt. »Ungewöhnliche Konzertformen« erobern die Spielpläne vor allem von Festivals. Und: von wegen Konzertsäle! Parkhäuser, Berggipfel und Minigolfplätze können die neuen Spielorte für klassische Musik sein.
Geht es denn nur noch um das Drumherum? Im Gegenteil, sagen die Gestalter solcher Konzerte.

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Suche ein Zuhause

Viele vier- und zweibeinige Freunde haben in den letzten Monaten ihr Zuhause verloren und wurden im Kreaturheim »Happy Lockdown« abgegeben. Auf seiner Homepage stellt das Heim die pelzigen und weniger pelzigen Kreaturen vor, für die eine neue Heimat gesucht wird. Besonders interessant fanden wir das ungewöhnliche, aber anscheinend sehr liebenswürdige Wesen namens Publikum:

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Konferenzkonzert

Bei den ersten pandemiebedingten Internet-Konzerten ohne Saalpublikum vermissten die Künstlerinnen und Künstler die Rückmeldung des Publikums. Immerhin: Beim Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker konnten ausgewählte Zuhörer in ihre Handys applaudieren, das wurde in den Saal übertragen, und die Musiker spürten, dass ihnen tatsächlich viele zuhörten. Aber nur am Schluss, als alles vorbei war. Was wird die Zukunft bringen, die durchgehende Übertragung der Publikumsreaktionen während des Konzerts? So einfach ist es nicht

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Sauerstoffmangel

Historisch informierte Aufführungspraxis beschränkt sich nicht mehr auf Darmsaiten und Verzierungstechniken. Inzwischen gilt es, dem Konzerterlebnis der Uraufführung in jeder Hinsicht so nahe wie möglich zu kommen. Die Beleuchtung ist dabei ein entscheidender Faktor. Thomas Alva, Inhaber von »HILD – Historisch informiertes Lightdesign«, erzählt uns die Geschichte seiner Firma:

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Schnutenschutz

Überall suchen die Programmverantwortlichen von Kulturinstitutionen nach Werken, deren Aufführung mit den geltenden Hygieneregeln vereinbar ist: Solosonaten, Kammeropern und Ein-Personen-Tanzstücke werden dem Vergessen entrissen oder neu erfunden und einem kleinen, aber dankbaren Publikum präsentiert. Erfreulicherweise hat sich das geeignete Repertoire nun durch einen Fund im Archiv der Stadtbibliothek Lüttmoor in Ostfriesland deutlich vergrößert.

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Beethovens hässliche kleine Schwester

Die Wissenschaft war bisher davon ausgegangen, dass nur zwei Brüder Ludwig van Beethovens das Kleinkindalter überlebten. Doch nun konnte eine Musikwissenschaftlerin nachweisen, dass Beethovens »hässliche kleine Schwester« Josepha »Josi« Eleonore van Beethoven (1772–1829) nicht nur existierte, sondern von großer Bedeutung für den Komponisten war. Leider ist von ihr nur wenig überliefert: Sie zerstörte gegen Ende ihres Lebens sämtliche ihrer Kompositionen und viele Dokumente in einem Anfall von Selbsthass.

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